Förderung von E-Lastenfahrräder für Betriebe

Sachverständiger Daniel Bierbaumer ist seit März mit seinem von der Stadt Wien geförderten E-Lastenfahrrad in Wien unterwegs und schwärmt von den vielen Vorteilen.

„Mit dem E-Lastenrad verschwindet ein Auto aus Wien!“, verkündete Daniel Bierbaumer bereits bei seinem Förderantrag begeistert. Und tatsächlich überquert sein Auto heute nicht mehr die Wiener Stadtgrenze. Der Sachverständige pendelt zwischen seinen beiden Büros im Bezirk Amstetten und in Wien-Leopoldstadt – all seine Kundenbesuche in Wien absolviert der Unternehmer seit dem Frühjahr mit seinem E-Lastenrad.

 

Rund 440 Kilometer hat er seitdem zurückgelegt. Bierbaumer war einer der Ersten, der die Förderung der Stadt Wien für E-Lastenräder und Elektrolastenanhänger für Betriebe in Anspruch genommen hat. Er hatte genug von der ewigen Parkplatzsuche, dem kostspieligen Parken, dem Im-Stau-Stehen. All das hat den Unternehmer veranlasst, seine Wege in Wien nicht mehr mit dem Auto, sondern mit dem E-Lastenfahrrad zurückzulegen. Immer mit dabei hat er seine Prüf- und Messausstattung, die auch einmal bis zu 80 Kilogramm wiegt und dadurch für einen Transport in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht optimal ist.

 

Großer Werbeeffekt

Davon erfahren, dass die Stadt Wien E-Mobilität fördert, hat Bierbaumer durch den Newsletter der Wirtschaftskammer Wien. „Ich wollte eigentlich schon immer eines selber bauen“, sagt der Sachverständige und lacht. Nun hat er sich doch für ein E-Bullit-Modell der dänischen Marke Larry vs. Harry entschieden. „Ich bin auch Inhaber eines E-Autos, eines Windrades und einer Fotovoltaikanlage – das E-Lastenfahrrad war somit eine logische Erweiterung meines Umweltkonzeptes“, sagt Bierbaumer.

 

Am E-Lastenfahrrad schätzt er besonders den Werbeeffekt, da ihn Personen immer wieder darauf ansprechen, wenn er bei Gericht vorfährt oder in der Stadt unterwegs ist. Er rät sogar seinen Kolleginnen und Kollegen, ihre Mercedes und BMW zu verkaufen und auf die „Eyecatcher“ E-Lastenräder umzusatteln. Auch weil er beim Radeln entlang des Donaukanals oder im Prater den Kopf freibekomme.

 

Kein Stau mehr

Als Amtssachverständiger für die Liliputbahn im Prater bekommt er jetzt keine Kastanien mehr aufs Autodacht geschmissen, wenn er in der Hauptallee unterwegs ist, sondern wertschätzende und freundliche Blicke der anderen Radlerinnen und Radler. Auch die Zeitersparnis sei ein Grund mehr, um auf das Zweirad umzusteigen.

 

„Meine größte Tour waren einmal 70 Kilometer innerhalb eines Tages – mit dem Auto wäre ich 70 Minuten länger unterwegs gewesen, aber Stau interessiert mich nicht“, sagt der Sachverständige. Auch im Winter möchte er keine Pause vom Radeln machen und hat sich bereits Handschuhe besorgt. „Es zahlt sich definitiv aus, umzusteigen“, sagt Bierbaumer zufrieden.

 

Fotos & Video: Daniel Shaked