Decarb City Pipes 2050

Raus aus Gas? Wien will es wissen! Gemeinsam mit sechs europäischen Städten entwickeln wir Lösungen für den Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare und klimafreundliche Wärmesysteme.

Ziel dieses EU-Projekts ist der Aufbau von Planungskapazitäten und Know-how zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in den beteiligten Städten Wien, Bilbao, Bratislava, Dublin, München, Rotterdam und Winterthur. Unterstützt von renommierten Forschungspartnern erarbeiten die Städte in lokalen Arbeitsgruppen mit ihren Schlüsselakteuren Optionen und konkrete Fahrpläne zu deren Umsetzung.

 

Der Wärmebereich ist einer der großen Hebel, um Treibhausgase dauerhaft zu senken. Allein in Wien entfällt mehr als ein Drittel des Energiebedarfs auf das Heizen und Kühlen von Gebäuden. Das EU-Projekt „Decarb City Pipes 2050 – Transition Roadmaps to energy efficient, zero-carbon urban heating and cooling” sucht Lösungen und Wege für die grundlegende Transformation der Wärmeversorgung, die derzeit überwiegend auf Erdgas basiert.

 

Eine besondere Herausforderung in Städten ist die Dekarbonisierung der leitungsgebundenen Wärmeversorgung – Erdgas und Fernwärme. Hier stellen sich Fragestellungen bei der planerischen Vorbereitung, der Art und Weise einer Überführung in erneuerbare, energieeffiziente Lösungen sowie nach dem richtigen Zeitpunkt der Umsetzung.

 

Wissenslücken schließen

Die Wiener Stadtregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2022 für diesen notwendigen Strukturwandel ein tragfähiges Konzept vorzulegen. Dazu braucht es ein hohes Maß an Wissen und Kompetenz, welches Städten oft fehlt. ‚Decarb City Pipes 2050‘ soll diese Wissenslücke schließen und lokale Behörden dabei unterstützen, diese Aufgabe zu meistern.

 

Die sieben Städte arbeiten in diesem Projekt zusammen, um voneinander zu lernen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Während der nächsten drei Jahre bauen diese Städte ihr Wissen und die Kompetenz in der Nutzung von Planungsinstrumenten, in technisch-wirtschaftlichen sowie rechtlichen Fragestellungen und im Prozessmanagement auf.

 

In intensivem Austausch teilen Städte und städtische Energieversorger ihr Wissen, um von den Perspektiven, Fortschritten und der Planungsarbeit anderer zu profitieren. Unter Leitung des europäischen Städtenetzwerks Energy Cities werden die erarbeiteten Erkenntnisse zur Nachahmung für Städte in der ganzen EU aufbereitet und weitergegeben.

 

Vorbildfunktion

Schlussendlich sollen auf diese Weise mehr als 220 öffentliche Bedienstete in über 80 Städten zu Vorreitern der Wärmeplanung fortgebildet werden. Ein internationales Advisory Board aus profilierten Kennerinnen und Kennern der europäischen Energiepolitik, -wirtschaft, -consulting und -industrie sowie der Zivilgesellschaft unterstützt die Städte und Projektpartner mit langjähriger Expertise bei diesem herausfordernden Unterfangen.

 

Die Projektleitung liegt bei Urban Innovation Vienna. Die Ergebnisse des EU-Projekts kommen allen Städten in ganz Europa zugute. Weitere Informationen auf decarbcitypipes2050.eu

Auftraggeber

Finanziert durch das Programm „Horizont 2020“ der Europäischen Union

Laufzeit

07/2020 – 08/2023

Partner

1 UIV Urban Innovation Vienna GmbH, Österreich (Projektleitung)

2 Stadt Wien, Österreich

3 Stadt Rotterdam, Niederlande

4 City of Dublin Energy Management Agency Limited - Codema, Irland

5 Stadt Bratislava, Slowakei

6 Stadt Bilbao, Spanien

7 Landeshauptstadt München, Deutschland

8 Stadt Winterthur, Schweiz

9 Energy Cities/Energy Cities Association, Frankreich

10 Universität Utrecht,  Niederlande

11 Universität Halmstad, Schweden