Startschuss für geförderte Mobilitäts-Projekte

In den kommenden Wochen starten die ersten vier im Rahmen der neuen Förderschiene für innovative und energieeffiziente Mobilitätsangebote unterstützten Projekte in Wiener Wohnhausanlagen.

Im Rahmen der mit 1. Februar 2020 gestarteten Förderung für innovative und energieeffiziente Mobilitätsangebote haben nun die ersten vier Mobilitäts-Projekte einen Zuschlag erhalten. In Kürze startet nun deren Umsetzung in Wohnhausanlagen in Wien – sowohl im Bestand als auch im Neubau.

 

Mit den geförderten Vorhaben werden den BewohnerInnen ein oder mehrere elektrische Autos (E-Carsharing) sowie weitere einspurige E-Fahrzeuge (Fahrräder, Lastenräder, E-Bikes, E-Mopeds) zum Ausleihen und Teilen angeboten. Die Vorteile sind für die Bewohnerschaft dabei klar erkennbar: Zeit- und Kostenersparnisse, verbesserte Mobilitätsangebote abseits des privaten PKW. Sharing-Angebote tragen zudem zu einer gestärkten Nachbarschaft bei.

 

Die geförderten Angebote müssen nach der Konzeptionsphase mindestens 2 Jahre im Betrieb sein. Dann wird evaluiert. Eine Fortführung und Beibehaltung der neu geschaffenen Mobilitätsmaßnahmen wird angestrebt. Die Einbindung der Bevölkerung in den Entwicklungsprozess ist daher obligatorisch. Der Betrieb der damit verbundenen Ladeinfrastruktur hat zudem nachweislich mit Ökostrom zu erfolgen.

 

Die ersten vier Förderprojekte

 

Die ersten vier Vorhaben, die eine Förderzusage erhalten haben, zeigen die Vielfalt an möglichen Umsetzungsvarianten auf.

  • Im 23. Bezirk werden in einem Neubau der BUWOG mit knapp 200 Wohnungen ein stationäres E-Carsharing in der Garage sowie ein E-Bikeverleih mit 8-Bikes aus dem Verleihnetz „3sixty5“ umgesetzt.
  • In Floridsdorf wird in einem neuen Wohnbauprojekt der Kallinger Gruppe und der Arwag mit insgesamt 360 Wohnungen ein Mobilitätspunkt mit 2 E-PKWs sowie weiteren einspurigen E-Fahrzeugen geschaffen.
  • Nach positiven Erfahrungen mit dem Teilen eines elektrischen Kleintransporters startet die Sozialbau AG nun in insgesamt 10 Grätzln mit je einem E-Fahrzeug und 2 E-Mopeds pro Wohnanlage. Insgesamt werden die BewohnerInnen von rund 10.000 Wohnungen von dem Angebot profitieren.
  • Im Rahmen eines kleineren Projektes aus der Bewohnerschaft eines Wohnhauses im Nordbahnhofviertel wird gemeinsam mit dem Nachbarhaus ein E-PKW sowie ein E-Lastenrad für insgesamt ca. 70 Wohnungen zum Teilen angeschafft.

 

Für diese ersten vier innovativen Förderprojekte wird ein Volumen von ca. 400.000 Euro ausgeschüttet. Insgesamt werden damit Investitionen von mehr als einer Million Euro für Mobilitätsmaßnahmen im Wohnbau ausgelöst.

 

Einreichungen noch bis 2021 möglich

 

Weitere Projekte können, solange Fördermittel vorhanden sind, noch bis Ende 2021 eingereicht werden. Insgesamt stehen für diese Förderschiene 2 Mio. Euro aus dem Ökostromfonds zur Verfügung.

 

Die zweite Einreichfrist läuft noch bis 31. Oktober 2020. Im Vorfeld der Antragsstellung ist mit der Abwicklungsstelle verpflichtend ein Beratungsgespräch zu führen. Die Antragsstellung selbst erfolgt dann per Mail an foerderung@urbaninnovation.at!

 

Nähere Informationen zur Förderung finden Sie auf der Website der Stadt Wien sowie auf der Website der Förderabwicklungsstelle Urban Innovation Vienna.