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Infografiken Energie

Klimaschutz und Energiewende: Ein faktenbasierter Bundesländervergleich

 

Die folgenden Infografiken, zusammengefasst in diesem Sammelband,...

 

  • …sind der Versuch, die Energie- und Klimaschutzperformance von Österreichs Bundesländern faktenbasiert miteinander zu vergleichen. Dabei werden (mit wenigen Ausnahmen) ausschließlich Daten von Bundesstellen, vor allem von Statistik Austria und dem Umweltbundesamt, verwendet, die für alle Bundesländer in methodisch einheitlicher Form erhoben und veröffentlicht werden. Der Datenstand entspricht jenem vom Sommer 2018, dem Zeitraum in dem diese Infografiken entstanden sind. Zur besseren Vergleichbarkeit sind die Indikatoren meist auf die EinwohnerInnenzahl (Pro-Kopf-Größen) oder die Wirtschaftsleistung bezogen.
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  • …vergleichen Wien mit den anderen Bundesländern, obwohl in vielen Bereichen der Vergleich mit anderen Städten oder zwischen Städten und anderen Raumtypen angebracht wäre. Der Grund: Viele der benötigten Daten sind in Österreich in einheitlicher Form nur auf Ebene der Bundesländer verfügbar.
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  • …wurden vom Energy Center, einer Abteilung innerhalb der Urban Innovation Vienna GmbH, konzipiert und mit Unterstützung von Andreas Veigl ausgearbeitet und von Evelin Liska (www.frauliska.at) grafisch umgesetzt.

Die in den Grafiken aufbereiteten Daten zeigen, dass...

 

  • …Wien bei praktisch allen Klimaschutz-relevanten Indikatoren die anderen Bundesländer – zum Teil weit – hinter sich lässt. Die Vorreiterrolle Wiens resultiert sowohl aus Bestwerten im Verkehrssektor (wenigste gefahrene Pkw-Kilometer pro Kopf, höchster Anteil des öffentlichen Verkehrs bzw. des Umweltverbunds, höchster Anteil der Elektromobilität und niedrigster Anteil der „Mineralölmobilität“ am Modal-Split) als auch im Gebäude- bzw. Wärmesektor (Geringster Endenergiebedarf für Heizen und Warmwasser pro Wohnung, geringster Ölheizungsanteil).
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  • …Wien bei den vielen Energie- und Klimaschutz-Indikatoren im letzten Jahrzehnt seine Führungsposition sogar noch ausgebaut hat.


Wien stößt mit Abstand am wenigsten Treibhausgase aus…

…und das sowohl beim Vergleich der Emissionen pro Kopf als auch pro Euro Wirtschaftsleistung.

 

In Wien wird am meisten erneuerbare Energie produziert…

…wenn man die Primärenergie-erzeugung auf die Landesfläche der Bundesländer bezieht.

 

Wien hat den niedrigsten Pro-Kopf-Energieverbrauch aller Bundesländer…

…und seit 2005 die am stärksten sinkende Tendenz beim Pro-Kopf-Energieverbrauch.

 


Wien hat den niedrigsten Pro-Kopf-Verbrauch an fossiler Energie und Gesamtenergie.

In Wien wird pro Kopf am wenigsten Kohle, Erdöl und Erdgas verbraucht.

 


Wien hat die wenigsten PKW pro EinwohnerIn…

…und ihre Zahl sinkt im Unterschied zu allen Bundesländern und fast allen Landeshauptstädten weiter.

 

Wiener und Wienerinnen fahren am wenigsten Auto…

…und der Trend weist in Wien am stärksten nach unten.

 


In Wien gibt es mittlerweile mehr Öffi-Jahreskarten als Autos.

Verkehrspolitik trägt Früchte: In Wien werden vergleichsweise die meisten Wege mit Öffis zurückgelegt.

 

Elektromobilität ist in Wien daheim.

WienerInnen legen jeden dritten Weg elektromobil zurück und setzen dafür am wenigsten auf Benzin und Diesel.

 


Der Wiener Straßenverkehr verursacht die geringsten CO2-Emissionen pro Kopf…

…und sie sinken im Bundesländervergleich am stärksten.

 


Wiener Wohnungen sind in kompakten Mehrparteienhäusern und verbrauchen weniger Energie.

Geringere Pro-Kopf-Wohnflächen und die Kompaktheit großvolumiger Bauten dämpfen den Heizenergieverbrauch deutlich.

 


In Wien ist der Energieeinsatz der Haushalte für Heizen und Warmwasser am geringsten…

…und der Heizöl-Anteil liegt nur bei rund einem Fünftel von Österreich.

 


Wiener Gebäude haben den niedrigsten Pro-Kopf-Energieverbrauch.

Am Wiener Heizungsmarkt dominieren die leitungsgebundenen Energien Fernwärme und Erdgas. Heizöl spielt keine Rolle. Erneuerbare Wärme ist im Kommen.

 


Wiener Gebäude weisen die geringsten CO2-Emissionen pro Kopf auf…

…weil der Heizenergiebedarf gering ist und es kaum Ölheizungen gibt.

 

In kompakten Siedlungsstrukturen wird mit wesentlich geringerem Energieaufwand gebaut.

Mit dem Energieaufwand für den Bau eines Einfamilienhauses inkl. Infrastruktur in Streulage könnte eine Wiener Neubauwohnung rund hundert Jahre lang beheizt werden.

 


Wien hat den niedrigsten Bodenverbrauch pro Kopf.

In Wien wurden die Bau- und Verkehrsflächen reduziert, in den meisten anderen Bundesländern steigt der Pro-Kopf-Bodenverbrauch weiter. Mit entsprechendem Aufwand an „Grauer Energie“.

 


Pro Neubauwohnung verbaut Wien mit Abstand am wenigsten Boden.

Während in NÖ pro Quadratmeter Wohnfläche fast 1,2 Quadratmeter Boden verbaut wird, macht in Wien der Bodenverbrauch weniger als die Hälfte der neuen Wohnfläche aus.

 


Wiener Kraftwerke leisten einen großen Beitrage zur Versorgungssicherheit und zur Transformation des Stromsystems.

Trotz starkem Ökostromausbau braucht es für eine sichere Stromversorgung bis auf Weiteres auch flexibel einsetzbare thermische Kraftwerke.

 


Wiener Gas-Kraft-Wärme-Kopplungen reduzieren die CO2-Emissionen von Europas Stromerzeugung.

Im Vergleich zu anderen fossilen befeuerten Kraftwerken haben die Wiener Anlagen deutlich geringere spezifische CO2-Emissionen, weil sie Strom und Fernwärme produzieren.